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Was sind die Statussymbole unserer Zeit?

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Die klassischen Statussymbole haben ausgedient – die Menschen empfinden Zeit + Gesundheit zunehmend als Luxus

Statussymbole

Unsere Berliner Kollegen von diffferent haben eine interessante Studie durchgeführt und die Menschen in Deutschland nach den derzeit vorherrschenden Statussymbolen befragt.  Dazu wurde eine umfassende Online-Befragung mit rund 2000 Teilnehmern durchgeführt. Was sind die Ergebnisse? Zumindest was die Deutschen betrifft, sind sie sehr eindeutig: Unter den Top 3 “Statussymbolen” stehen auf Platz 1 “Genügend Zeit für sich”, auf Platz 2 der “Sichere Job”  und auf Platz 3 die “Körperliche fitness”.

Spannend ist: Im Ranking der wichtigsten Statussymbole sind neun der Top 10 Begehrlichkeiten nicht mit Geld zu kaufen! Dies ist insofern überraschend, hätte man bei unseren Nachbarn doch zumindest das Automobil in den Top-Kategorien erwartet. Doch das Auto kommt erst dann in den Sinn, wenn man gezielt nach “materiellen” Statussymbolen fragt. Dann landet es auch auf dem ersten Platz.

Für die Autoren der Studie deutet das darauf hin, dass die Mehrheit der Menschen lieber zur Wissens- und Bewusstseinselite als zur Geldelite gehören möchte. Diese Bewusstseinseliten sind für Unternehmen besonders begehrte Kunden, da sie oft die Vorreiter und Trendsetter der Gesellschaft sind, die für ihre Werte einstehen und damit eine Vorbildfunktion einnehmen.

Und wie sieht es in der Schweiz aus? Eine vergleichbare Studie fehlt (noch). Die Strategiepartner hätten Interesse, eine solche Studie durchzuführen und suchen einen Medien- oder Institutspartner, der sich daran beteiligen möchte.

Wer Interesse hat, dies Projekt mit uns anzugehen meldet sich am besten unter info@strategiepartner.ch

Wer mehr über die Studie von diffferent wissen möchte, findet ihr das Excerpt und hier die Pressemitteilung.

Hintergrund zu einem “Insight”: Was Menschen bedauern, bevor sie sterben

Categories: Insight, Neuigkeiten

Die eigenen Träume zu verwirklichen gilt als Top-Kriterium für ein erfülltes Leben.

Die Entwicklung von “Insights” (Erkenntnisse) über die Einstellungen und das Verhalten von Menschen ist seit jeher ein zentrales Element der Arbeit eines Strategieberaters. Im Marketing liefert ein Insight substanzielle Einsichten über die Beweggründe des (Kauf)Verhaltens und erklärt das komplexe, emotional und sozio-kulturell gefärbte Gefüge zwischen Kunde und Produkt.

Das klingt zunächst kompliziert, kann aber auch einfacher vermittelt werden. Man kann einen Insight nämlich auch ohne grosse Marktforschung aus Alltagsbeobachtungen oder Lebensweisheiten ableiten, wie dieses Beispiel schön zeigt. Die australische Krankenschwester Bronnie Ware hat über einen längeren Zeitraum in der Pallitativmedizin Patienten bis zu ihrem Tod begleitet und deren “letzte Worte” in Hinblick auf Wünsche oder Bedauern analysiert. Herausgekommen ist eine erstaunliche Liste mit Insights über das, was Menschen am ehesten an ihrem Leben bedauert haben.

Auf Platz 1 steht die Einsicht, nicht das eigene Leben gelebt zu haben, sondern zu stark den Erwartungen anderer entsprochen zu haben. Anders gesagt, die eigenen Träume, Ziele oder Wünsche im Leben nicht verwirklicht zu haben. Die berühmte “innere Stimme” zu überhören. (Auf Platz 2 steht – weniger überraschend – das Bedauern, zu viel gearbeitet zu haben. Was auf den Plätzen 3-5 folgt, ist hier nachzulesen.)

Was bedeutet das jetzt aus Marketing- oder Kommunikationssicht? Wenn hinter Platz 1 der Liste das zentrale Bedürfnis nach der Verwirklichung von Träumen und Zielen steht, ist das ein Punkt, den man strategisch nutzen kann. Viele Marken und Kommunikationskampagnen sind dementsprechend nicht zu Unrecht darauf ausgerichtet, die Erfüllung des “Ich” in den Mittelpunkt zu stellen. So entsteht – abgeleitet aus einem Insight – ein Ansatz für die richtige Kommunikationsstrategie und damit für die Auslösung des intendierten Konsumentenverhaltens.

Und wer noch tiefer einsteigen möchte, bitteschön: Bronnie Ware hat aus ihren Aufzeichnungen sogar ein Buch gemacht.

 

 

 

Die Konsumspirale des Kennenlernens

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Die unendlichen Möglichkeiten des Online-Dating verändern unsere Partnerschaften nachhaltig.

Herbert Marshall McLuhan sagte einmal: “The medium is the message.” Erst am Beispiel des Internets wurde mir so richtig klar, was damit eigentlich gemeint ist: ein Medium – in diesem Fall das Internet – hat die Kraft unser Verhalten zu verändern. Das klingt auf den ersten Blick nach pessimistischer Kulturkritik, soll es aber eigentlich nicht sein. Sondern nur eine kurze Bestandsaufnahme. Beispiel: Online-Dating. Auch ohne grosse persönliche Erfahrung in dieser Disziplin ist es nachvollziehbar, dass es das rund-um-die-Uhr Partnershopping den Menschen schwerer macht, sich für einen Partner zu entscheiden. Denn der nächstbessere, hübschere, witzigere Partner ist vielleicht nur ein paar Klicks entfernt. “Wer in Sachen Partnerwahl in eine Konsumorientierung verfällt, kann in eine kontraproduktive Spirale geraten: die Suche nach dem immer noch besser passenden Partner, anstatt sich zu entscheiden und wirklich in Beziehung zu treten” sagt Single-Coach Lisa Fischbach in einem Interview für den Tagesanzeiger.
Wieder einmal zeigt sich, wie stark das Internet unsere Gewohnheiten verändert. Die Art und Weise, wie wir einkaufen, kommunizieren und ja, auch wie wir uns verlieben und binden.

Leadership Lessons from Dancing Guy

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Wer ein echter Leader sein will, braucht Mut zur Lächerlichkeit.

Es gibt da dieses Video auf Youtube, das einen halbnackten Tänzer bei einem Musikfestival zeigt. Er tanzt scheinbar lächerlich ganz allein vor sich hin, selbstvergessen, verrückt und total von der Musik beseelt. Das allein wäre nichts besonderes, würde sich die Szene nicht innerhalb von wenigen Sekunden von Grund auf verändern. Denn auf einmal schliessen sich dem Tänzer immer mehr Menschen an, erst einer, dann zwei, dann zehn, zwanzig, hundert. Am Ende entsteht aus einer einzelnen Person eine grosse Bewegung. Der Unternehmer und Online-Pionier Derek Sivers hat die Szene analysiert und sich die Frage gestellt, was die Lehren für Management und Leadership daraus sind. Die Quintessenz: es braucht immer 2 und der erste Follower ist wichtiger als der ursprüngliche Leader selbst.