Die Konsumspirale des Kennenlernens

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Die unendlichen Möglichkeiten des Online-Dating verändern unsere Partnerschaften nachhaltig.

Herbert Marshall McLuhan sagte einmal: “The medium is the message.” Erst am Beispiel des Internets wurde mir so richtig klar, was damit eigentlich gemeint ist: ein Medium – in diesem Fall das Internet – hat die Kraft unser Verhalten zu verändern. Das klingt auf den ersten Blick nach pessimistischer Kulturkritik, soll es aber eigentlich nicht sein. Sondern nur eine kurze Bestandsaufnahme. Beispiel: Online-Dating. Auch ohne grosse persönliche Erfahrung in dieser Disziplin ist es nachvollziehbar, dass es das rund-um-die-Uhr Partnershopping den Menschen schwerer macht, sich für einen Partner zu entscheiden. Denn der nächstbessere, hübschere, witzigere Partner ist vielleicht nur ein paar Klicks entfernt. “Wer in Sachen Partnerwahl in eine Konsumorientierung verfällt, kann in eine kontraproduktive Spirale geraten: die Suche nach dem immer noch besser passenden Partner, anstatt sich zu entscheiden und wirklich in Beziehung zu treten” sagt Single-Coach Lisa Fischbach in einem Interview für den Tagesanzeiger.
Wieder einmal zeigt sich, wie stark das Internet unsere Gewohnheiten verändert. Die Art und Weise, wie wir einkaufen, kommunizieren und ja, auch wie wir uns verlieben und binden.

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