Digitale Hinterlassenschaften: Was passiert eigentlich mit unserem Online-Leben, wenn wir sterben?

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Every day we are filling the Internet with portions of our lives. Have you ever wondered what happens to all that data once we pass?

Die Menschen hinterlassen immer mehr digitale Spuren. Jeder von uns Onlinern ist bei verschiedenen Communities angemeldet (Facebook & Co.), archiviert vielleicht eine Musiksammlung oder Fotos, betreibt E-Commerce, E-Mail/Video Kommunikation, etc. Viele von uns – ich würde mal behaupten die grosse Mehrheit – macht sich darüber keine grossen Gedanken. Wir leben ins digitale Blaue hinein, ohne Sorge und ohne langfristig zu denken. Das macht Sinn, denn die digitale Welt ist vor allem eine “Jetzt”-Welt. Und sie ändert sich schnell: was heute hip ist, kann morgen oder in ein paar Monaten schon wieder überholt sein. Ebensowenig ist man sich bewusst, dass man wie im realen Leben auch in der digitalen Welt eine Hinterlassenschaft anhäuft, und zwar in Form von Daten. Aber was passiert damit, wenn wir einmal sterben? Die australische Comparis-Variante für Lebensversicherungen hat dazu einen schönes Video produziert (siehe oben). Obwohl es schon fast 1 Jahr auf Youtube läuft, hat es erst knapp 92’000 Views erzielt – zu wenig für ein Viral. Vielleicht liegt dies auch daran, dass die Problematik nicht so angenehm ist und man eben lieber Katzenvideos schaut statt sich mit dem eigenen digitalen Tod auseinanderzusetzen. In der Schweiz haben die Wissenschaftler der zhaw Winterthur sich dem Thema angenommen und das interdisziplinäre Forschungsprojekt “Sterben und Erben in der digitalen Welt” daraus gemacht. Im Mittelpunkt der Ergebnisse steht das Fazit, dass in Bezug auf dieses gesellschaftsrelevante Thema ein grosser Nachholbedarf besteht. Und zwar auf allen Seiten, sowohl bei Privatpersonen als auch beim Gesetzgeber.

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